Katje Binder - Psychologische Reittherapie

Psychologische Reittherapie

Für wen geeignet?

In der Psychologischen Reittherapie werden Elemente sowohl aus heilpädagogischer Förderung mit dem Pferd als auch Gesprächs- und Verhaltenstherapie genutzt.

Mein Angebot der Reittherapie richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit psychischen Störungen, Verhaltensauffälligkeiten und leichten geistigen Behinderungen. Wahrnehmungsstörungen, ADHS, Sprachstörungen, Depression, Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), Eßstörungen, Lernstörungen, Angst, Depression, Panikerkrankungen sind einige typische Indikationen.

Dabei kann sie in subklinischen Fällen allein, bei schwereren Verläufen in Ergänzung zu einer Psychotherapie / ambulanten psychiatrischen Behandlung eingesetzt werden. Diese Form der Reittherapie ist nicht geeignet für Menschen mit schwerer körperlicher oder geistiger Behinderung, Suchterkrankungen oder psychotischen Störungen. In diesen Fällen ist eine andere Form der Therapie vorzuziehen.

Als ergänzende Maßnahme zu psychotherapeutischer oder psychiatrischer Behandlung unterstützt sie die Entwicklung von Kommunikation und Beziehungsgestaltung. Das Pferd kann dem Menschen unbewusste Einstellungen und Verhaltensweisen verdeutlichen, die im nachbereitenden Gespräch reflektiert und bearbeitet werden können.

Darüber hinaus ist die Reittherapie durch ihre haptische Komponente sehr geeignet, Körpererfahrungen zu vermitteln und den Zugang zu den eigenen Gefühlen (wieder) zu finden.

Im Therapieverlauf werden neben dem Kennenlernen des Lebewesens Pferd und dessen Bedürfnissen im geschützten Raum Elemente des heilpädagogischen Reitens (Sitzen auf dem ungesattelten Pferd, Körperübungen etc.) eingebracht. Berührungen und das Erleben des Getragenwerdens werden genutzt, um Blockaden zu lösen und Vertrauen und Selbstbewusstsein aufzubauen. Therapeutisch werden alle Tätigkeiten mit und um das Pferd genutzt (Putzen, Führen, Satteln; Umgang mit dem Pferd etc.), sowie das Sitzen auf dem Pferderücken. Dabei werden nach und nach alle Gangarten genutzt, der Klient reitet an der Longe, geführt oder auch selbstständig in der Bahn und im Gelände.

Jeder körperlich weitgehend gesunde Mensch kann Reittherapie erhalten. Bei Wirbelsäulenfehlstellungen (Skoliose oder starkes Hohlkreuz), Bandscheiben- oder Hüftproblemen ist der Arzt zu befragen. Das Sitzen auf dem sich bewegenden Pferd lockert die Muskeln und trägt zur besseren Körperwahrnehmung und –koordination bei.